Warten

Nicht Deine Augen sind's, es ist Dein Blick
der stets zu Dir mich bringt zurück.
Dein schöner Mund, der ist es nicht,
sein Lächeln, das verzaubert Dein Gesicht,
auch nicht nur Deine weiche Hand,
ihr Streicheln zieht mich in den Bann,
es ist Dein Atmen in der Nacht,
das mich um den Schlaf gebracht.

Mit Dir, da möcht' ich lachend weinen,
unsre Seelen tief vereinen,
mich in diesem Traum verlieren,
uns're Herzen rasen spüren,
an Dich pressend Raum Dir geben,
jede Stunde voll erleben,
atemlos die Nacht durcheilen
oder ruhig bei Dir weilen.

Doch bist Du dafür nicht bereit,
ich kann nicht wissen, ob die Zeit
bringen wird mir dieses Glück,
noch kann ich warten hier ein Stück,
sitz am Bahnsteig, seh' die Züge,
sehend and'rer Paare Liebe.
Doch kalt wird irgendwann der Ort,
dann steig ich ein und fahre fort.


15. Juli 2002

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